Fremdsehen (G)

Alexandra Schraepler - Sabine Wild - Matthias Hagemann - Jörg Schmiedekind

Was in New York oder London ganz selbstverständlich erscheint: ein chinesisches Viertel mitten in der Stadt – das wirkt im Umkehrfall wie eine Surrealität. Matthias Hagemann geht den am Reißbrett entwickelten künstlichen Stadtteil-Paradiesen in Shanghai mit der Lochkamera auf den Grund. Was wir sehen, entspricht nicht immer dem, was wir erwarten.

Umgekehrt übersehen wir oft Dinge, die direkt vor unseren Augen geschehen. So vertraut Alexandra Schraepler auf analoge Mittel der Darstellung, doch bricht sie die Bildebene mit Spiegelfolien und Poststrips auf, um Fotos von urbanen Heterotopien in abstrakte Gemälde zu verwandeln.

Jörg Schmiedekind zeigt Berliner Alltagsorte jenseits bekannter Sehenswürdigkeiten. Die streng frontale Sicht entreißt sie der gewohnten Banalität und ermöglicht einen fremden Blick auf alltäglich Vertrautes.

Komplett neu arrangiert Sabine Wild die Wirklichkeit, indem sie lauter Einzelschnitte zu einer großformatigen und rhythmischen Monografie über den Typus des fernöstlichen Mopedfahrers verdichtet. Auch hier findet sich das Gewahren des Fremden im Blick des Eigenen wieder.

19. Okt. - 17. Nov. 2012

Vernissage am Fr. 19. Oktober 2012 um 19 Uhr
 
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